15.06.2007 · Olympiapark München GmbH

Umbau Olympiahalle und Neubau Kleine Olympiahalle

Umbau Olympiahalle und Neubau Kleine Olympiahalle

Aufbruch in eine neue Ära. Im Herbst 2007 ist es soweit: Die Olympiahalle wird bei laufendem Betrieb umgebaut und modernisiert. 2010 sollen die Baumaßnahmen abgeschlossen sein. Die letzte große internationale Veranstaltung in der „alten“ Olympiahalle wird der MTV Europe Music Award am 1. November 2007 sein. Gewissermaßen markiert dieser absolute Top-Event das Ende einer Ära – einer sehr erfolgreichen Ära. Auch wenn der Spielbetrieb weiter geht, wird dann 2010 eine zweite Ära beginnen, die noch erfolgreicher werden soll. Für Besucher wie für Kunden bedeutet das vor allem: mehr Service, mehr Komfort und ein noch größeres Angebot an Veranstaltungen. „Im Herbst geht es endgültig los mit den ersten großen baulichen Veränderungen der olympischen Anlagen seit den Spielen. Wir sind sehr froh, dass wir durch die Kooperation mit den Stadtwerken München dieses große und dringend notwendige Projekt jetzt realisieren können.“, erklärte Olympiapark-Chef Wilfrid Spronk auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den SWM. Dr. Kurt Mühlhäuser, Vorsitzender der SWM Geschäftsführung: „Die Kooperation von zwei erfolgreichen städtischen Töchtern, der OMG und den SWM, trägt nun  erste Früchte. Durch unsere Mitwirkung, vor allem durch Finanzierung der laufenden Planungen und der baulichen Umsetzung in zweistelliger Millionenhöhe, können die dringend notwendigen Sanierungs- und Neubaumaßnahmen jetzt in Angriff genommen werden. Von der Partnerschaft profitieren alle Beteiligten: Die OMG verfügt bereits in Kürze über eine moderne und zeitgemäße Veranstaltungsinfrastruktur, die Landeshauptstadt muss keine Fremdmittel für die Finanzierung aufnehmen und unsere Investitionen belasten die Kunden der SWM nicht, da sie über einen Pachtvertrag mit der OMG wieder an die SWM zurückfliesen.“ Die Olympiahalle München ist inzwischen 35 Jahre alt. Die Planung der Halle liegt naturgemäß noch weiter zurück. Trotz permanenter Instandhaltungsarbeiten und Modernisierungen in den zurückliegenden Jahrzehnten, kann ein Gebäude dieses Alters die Anforderungen eines modernen Veranstaltungsbetriebes nur dann erfüllen, wenn es auf dem neuesten Stand der Technik bleibt. Noch dazu wenn das „Haus“ – so wie es bisher der Fall war – in der Spitzenliga der Veranstaltungshallen spielt. Der Umbau der Olympiahalle ist daher aus technischen und funktionellen Gründen ein absolutes Muss und soll ein klares Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft des Olympiaparks setzen. „Wenn wir jetzt nicht handeln würden, könnte die Olympiahalle mit der zukünftigen Markt- und Wettbewerbsentwicklung im internationalen Veranstaltungsbereich nicht mithalten. Ein Abstieg wäre unweigerlich die Folge.“, so Olympiapark-Chef Wilfrid Spronk. Um dieses Szenario zu verhindern, muss die gesamte Infrastruktur der Olympiahalle, modernen Gegebenheiten angepasst werden. Umbauten in den Bereichen Logistik, Gastronomie, VIP sowie Kapazität und der Bau einer neuen Kleinen Olympiahalle werden das Flaggschiff des Olympiaparks für die nächsten 15 bis 20 Jahre fit für die erste Liga machen. Bessere Logistik und mehr Veranstaltungen für München Vor allem die Tourneeplanungen haben sich seit 1972 wesentlich verändert. Auch in diesem Business hat der Zeitdruck enorm zugenommen. Und da kommt ein wesentlicher Nachteil der Olympiahalle zum Tragen: Es gibt keine direkte Abfahrt bis zur Bühne, die mit den Tour-Trucks befahren werden kann. Und das Be- und Entladen vor der Halle kostet Zeit, die die Veranstalter nicht haben, wenn Sie schon am nächsten Tag in einer anderen Stadt die meist aufwändig gestalteten Bühnen wieder aufbauen müssen (Back-to-back-Tourneen). Ohne Umbau der Olympiahalle könnten schon bald viele internationale Künstler einen Bogen um München und den Olympiapark machen, was verheerende Auswirkungen für die Wirtschaftlichkeit der Olympiapark München GmbH zur Folge haben würde. Dort wo die neue Abfahrt hinkommt, entsteht auch der hochmoderne Logistikbereich für die Gastronomie. Um die direkte Abfahrt für LKWs hinter die Bühne zu bauen, muss die Kleine Olympiahalle weichen. Diese wiederum ist aber als Annexhalle für viele Veranstaltungen wie beispielsweise Reitturnier, Motocross, 6-Tage-Rennen oder große Konzerttourneen wichtiger Bestandteil der Events, ohne den die Veranstaltung nicht durchgeführt werden könnte. Daher wird die neue Kleine Olympiahalle mit direktem Verbindungstunnel zur Olympiahalle gebaut. „Diese unterirdisch angelegte Halle ist aber mehr als die alte Kleine Olympiahalle, denn sie ist nicht nur Annex, sondern ist eine eigenständig bespielbare Halle für 2000 bis 3.600 Personen. Und genau diese Halle schließt eine Marktlücke in München.“, erklärt Spronk. Für die Besucher bedeutet der Um- und Neubau vor allem auch eine Erweiterung des Veranstaltungsangebots. Mehr Service und mehr Komfort Neben allen technischen und infrastrukturellen Maßnahmen zur Modernisierung der Olympiahalle ist vor allem auch die optische Erneuerung und die damit verbundene Aufwertung des Halleninneren für Besucher und Veranstalter von zentraler Bedeutung. Das neue Restaurant, die fest eingebauten Kioske, die Erneuerung der Tribünenpolsterung und des Arenabodens bieten den Besuchern mehr Service sowie ein modernes Ambiente und tragen zur besseren Vermarktung der Halle durch die Veranstalter bei.  Dazu gehört auch die grundlegende Neugestaltung des VIP-Bereiches mit direktem Zugang zu den Business-Seat in den Tribünen. Und was in der Olympiahalle immer ein Komfortmanko war, wird auch behoben: Auf der Nordseite entsteht ein großzügiger Hospitality-Bereich. Bei Bauvorhaben im Olympiapark tritt ja bekanntermaßen immer das Problem mit Urheberrecht und Denkmalschutz und den daraus resultierenden Konsequenzen auf. Bei den Planungen zum Umbau der Olympiahalle konnte diese Problematik so gelöst werden, dass die modernisierte Olympiahalle nicht mit dem Charme einer „Notlösung“ leben muss, sondern ein klares Signal für die Zukunft des Olympiaparks setzt. In einem Gutachten über die „Folgelasten der Olympischen Sportanlagen aus dem Jahre 1971“ wurde für München von einer maximalen Nutzungsdauer von 25 Jahren ausgegangen. Inzwischen genießt der Olympiapark, mit seinem Herzstück Olympiahalle, schon seit 35 Jahre einen Weltruf als einzigartige Veranstaltungsstätte. Kein anderes Olympiagelände war nach den Spielen so erfolgreich wie das in München. Um diesen Ruf zu bewahren, wird die Olympiahalle in den Jahren 2007 bis 2009 fit für die Zukunft gemacht. Denn eine moderne Olympiahalle ist nicht nur existenziell für die Olympiapark München GmbH, sondern sie leistet auch einen wichtigen Beitrag für München. Multifunktionale Veranstaltungsstätten dieser Größenordnung sind nämlich auch ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor. Dr. Florian Bieberbach, kaufmännischer Geschäftsführer der SWM: „Wir freuen uns, dass der Olympiapark durch den Schulterschluss unser beider kommunaler Unternehmen auch künftig ein weltweit renommiertes und viel besuchtes Sport-, Freizeit- und Tourismuszentrum bleibt. Ein echter Gewinn für München.“